Fanseite des FV 1923 Wendelstein e.V.

Obacht, die hier aufgeführten Berichte können Spuren von Satire enthalten!

Beide Effau-Teams müssen die Punkte teilen

So., 01.09.2019  |  13:00 Uhr  |   FV Röthenbach b.A. II – FV Wendelstein II
So., 01.19.2019  |  15:00 Uhr  |   FV Röthenbach b.A. – FV Wendelstein

Zu hunderten reisten sie an, in unzähligen Reisebussen. Die Wintersportfans kamen an die abschüssige Wiese, da sie Sven Hannerwald und Martin Schmitt erwartet hatten. Doch das historische Duell deutscher Skisprunglegenden blieb vorerst aus. Wie man leider erst auf den zweiten Blick erahnen konnte war das gar nicht die große Olympiaschanze in Garmisch -Partenkirchen, sondern der Aufwärmplatz in Röthenbach b.A.
Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, wer braucht schon knapp bekleidete Schneehasen wenn er stattdessen die taffen Recken des Effau geboten bekommt? Richtig, kein Aal!

So galant wie ein Storch auf Kirchturmsuche glitt der Schiri in den Mittelkreis, legte den Ball ab und pfiff die erste Partie an.
Der FVR bekam sofort zu spüren, dass die Wendelsteiner einen Plan hatten. Von Beginn an beherrschte der Effau das Spiel. Extrem abgeklärt machten sie deutlich wer der Chef im Ring ist! In der 10. Minute war es „Sledgehammer“ Behringer, der Viktor Klöpfer mit einem Laufpass bediente. Dieser setzte zu einem super Sprint an und ließ beim Abschluss dem Heimkeeper keine Chance.
Nach dem 1:0 kam etwas Ruhe ins Wendelsteiner Spiel und die Defensive musste häufiger ran als ihnen lieb war, aber wie gewohnt ist das Abwehrverhalten außergewöhnlich! Ersatzkeeper Dietrich war in der ersten halben Stunde kaum gefordert. Kurz darauf allerdings musste er im Duell mit einem Röthenbacher seinen Mann stehen und das tat er mit Bravour! Bei der anschließenden Ecke, in der 38. Minute, konnte er den Ausgleichstreffer allerdings nicht mehr verhindern. So ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Die viertelstündige Entspannung in der Relaxzone hatten alle genossen. Selbst der Mann der aussah wie Günther Netzer grinste als er zurück auf den Platz kam.
Zu beginn der zweiten Hälfte wurde die Heimelf regelrecht überrannt. Der Effau II hatte wieder zu seiner Stärke gefunden und spielte wie Gott in Frankreich. Der eingewechselte Marvin Lenz konnte in der 61. Minute schließlich das überfällige 2:1 erzielen. Und da sie sich nicht damit zufrieden gaben konnten sie nur 9 Minuten später erneut jubeln. Es war wieder Marvin Lenz, der zum 3:1 traf.
Noch im Freudentaumel überaschte der Gegner mit dem Anschlusstreffer. Jetzt gingen die Kräfte etwas verloren, erneut musste die Wendelsteiner Abwehr Höchstleistung bringen. Die pure Aura vom Gästekeeper reichte aus um einen weiteren Einschlag vorerst zu verhindern. Starr vor Ehrfurcht schoss ein Röthenbacher den Ball lieber selbst in den Tümpel. Über den Ersatzball ließ sich streiten, die Meinungen gingen auseinander ob es sich tatsächlich um einen Ball handelte oder um ein Frisbee. Das Sportgerät, das in der DDR auch Schwebedeckel genannt wurde, war jedenfalls mit genauso viel (oder wenig) Luft gefüllt. Ein Schuss mit diesem faulen Ei war so unberechenbar, dass er dem Heimteam kurz vor dem Abpfiff zum 3:3 verhalf.


Nach ein paar Klettereinheiten auf dem Aufwärmacker waren auch die Ersten Mannschaften bereit für ihr Aufeinandertreffen.
Nachdem der Anpfiff in den Fluten des benachbarten Tümpels verstummte konnten die zahlreichen Fans des Effau ihren Idolen zujubeln, denn diese setzten die Röthenbacher sofort unter Druck. Sie gingen ein sehr hohes Tempo und prüften den Heim-Torwart ununterbrochen. Irgendetwas zog die Effauler immer wieder in Richtung dieses Tores. Unaufhörlich und ohne sich eine Ruhepause zu gönnen liefen sie an. Man weiß nicht genau warum. Ein beinahe unerklärliches Phänomen. Ein Botaniker sagte aus: „Das könnte der Lotus-Effekt sein!“.
In der 20. Minute war es dann endlich soweit, der Ball zappelte im Netz! 1:0 für die Gäste aus Wendelstein! Nach einer EEExtravaganten Hereingabe konnte Niklas „EEE“ Kurringer den Ball EEEnorm gut verarbeiten und EEEinlochen.
Der Druck, der die Heimelf beinahe zerquetschte ließ nicht nach. Der Effau reihte Chance an Chance, doch der zweite Streich wollte nicht gelingen. Wenn sie hier kozentrierter gespielt hätten, hätten sie den Sack zumachen können.
Nachdem der FVR auch mal ein paar Pässe spielen durfte war es schon wieder Zeit für den Pausentee.

Während die Mannschaften in ihren Rennställen nachtankten unterhielt sich auf den billigen Plätzen der Mann der aussah wie Günther Netzer mit einem der Gerhard Delling höchstens im Ansatz ähnelte. Das Fachgespräch schien langweilig und uninteressant zu sein – also fast wie beim Original.
Der Unparteiische konnte das Gesabbel nicht länger ertragen und schüttelte seine Glocken zur zweiten Runde.
Im Grunde waren sich beide Halbzeiten sehr ähnlich, der Effau war sehr bemüht und kreierte sehr gute Tormöglichkeiten. Leider fehlte ihnen der Torriecher, so dass sie keine der Chancen verwerten konnten.
Das brachte die Heimelf wieder ins Spiel. Die Folge war das 1:1 in der 65. Minute.
Nach dem Ausgleich hatte beide Teams noch Gelegenheiten in Führung zu gehen. Fortuna war dabei leider nicht auf der Seite der Wendelsteiner Offensivabteilung. Deren Abwehrreihe hingegen pfiff auf das Glück und ließ den Gegner durch ihr Können verzweifeln.
Am Ende lautete das Ergebnis also 1:1 Unentschieden.

Die herzensguten Stars des Effau teilten an diesem Nachmittag einfach alles. Die Punkte, die Bratwürste, das Bier und letzten Endes sogar 7 durch 3!

 

So geht es weiter:
Sa., 07.09.2019  |  14:00 Uhr  |  FV Wendelstein II – spielfrei
Sa., 07.09.2019  |  16:00 Uhr  |  FV Wendelstein – TSV Winkelhaid II

So., 15.09.2019  |  15:00 Uhr  |  EKSG Rummelsberg – FV Wendelstein II
So., 15.19.2019  |  13:00 Uhr  |  Henger SV II – FV Wendelstein