Fußball beim FV 1923 Wendelstein e.V.

Obacht, die hier aufgeführten Berichte können Spuren von Satire enthalten!

So., 17.11.2019 | 12:30 Uhr | TSV Ochenbruck – FV Wendelstein
So., 17.11.2019 | 14:30 Uhr | TSV Ochenbruck II – FV Wendelstein II

Im Fokus des Spieltages standen nicht nur die Spiele selbst, sondern auch ein besonders erwähnenswerter Akteur. Ein Mann dessen rasanter Aufstieg nicht einmal von einer Sojus-Rakete eingeholt werde kann. Vom einfachen Spieler der Reserve stieg er zum Chefdirigent der Zweiten auf und gehört inzwischen zur Startelf der Ersten. Er ist der persönliche Bock-Bier-Berater des Vorstandes. Und überhaupt ist er der Hopfengott in Person.
Die Rede ist natürlich von Jona „Bierkapitän“ Hartinger!
Bereits beim Einmarsch ins Ochenbrucker Moor war zu spüren, dass der Größte seit Anbeginn der Zeit sich die Ehre gab. Mühelos lenkte er seine Fregatte durch die Ochenbrucker Gassen, während zahlreiche Frauen sich ein (Berliner) Kindl von ihm wünschten.
Während der Bierkapitän und seine Jünger in Richtung Kabine schritten bekehrte er noch schnell ein paar Radlertrinker. Ein echter Tausendsassa!

Da einige Spieler ihre Gummistiefel vergessen hatten konnte das Spiel nicht im Moor stattfinden, sondern auf einem schnuckeligen Kunstrasenplatz.
Zu Beginn der Partie konnten sich die Gäste den Ballbesitz erarbeiten und kamen nach wenigen Minuten gefährlich vors gegnerische Tor, jedoch ohne einen Treffer zu erzielen. Beide Mannschaften standen sehr kompakt, was aber nicht weiter verwunderlich war bei diesem kleinen Spielfeld.
Im weiteren Verlauf wurde das Spiel immer ausgeglichener. Nahezu jeder Angriff des TSV wurde lang und hoch, über das Wendelsteiner Mittelfeld geschlagen. Fast jeden dieser Bälle konnte die FV-Abwehr mühelos verteidigen. Die Schüsse die durch gingen konnte der Mann im Wendelsteiner Tor erstklassig abwehren. Sowieso machte Timo „The Wall“ Poetsch wieder ein riesen Spiel.
In der 22. Minute jedoch war er chancenlos, beim 0:1 für die Heimelf.
Der Rückstand konnte den FV nicht weiter schocken. So spielten sie weiter ihr Spiel und kamen auch weiterhin zu Torchancen. An einem anderen Tag hätte der Effau seine vier riesen Chancen vielleicht nutzen können, diesmal kam bis zur Pause leider nichts zählbares mehr zustande.

Der Schiri machte einen guten Job, doch besonders fehlerfrei war seine Leistung während der viertelstündigen Unterbrechung. Ein hochfrequenter Freudenschrei seiner Pfeife beendete die kurze Auszeit und versetztete die Spieler wieder in sanfte Schwingungen.

Die zweite Hälfte war sehr ähnlich anzusehen wie die erste. Der Ball pendelte meistens zwischen den beiden Abwehrreihen hin und her, denn beide Teams versucheten mit langen Bällen nach vorn zu kommen. Lange Zeit konnte kein Team eine richtig große Gefahr ausstrahlen. Häufig konnte sich das Wendelsteiner Mittelfeld den Ball erkämpften und bis vor den Strafraum dribbeln, der entscheidende Pass wollte aber nicht gelingen.
Der Kopf des mitgereiste Edelfans wurde vom vielen „Drauf Effau!“ etwa so rot wie seine Jacke. Ein Fußgänger blieb kurz stehen, ehe er die Verwechslung bemerkte.
Die letzten 10 Minuten brachen an und niemand hätte sich gewundert wenn das Spiel mit diesem Resultat geendet hätte. Dann allerdings kam der TSV völlig überraschend vors Tor. Das 0:2 war nicht zu verhindern.
Die Gäste bäumten sich noch einmal auf, aber in den verbleibenden Minuten konnten sie nichts mehr ausrichten.


Die Spieler des FV Wendelstein II sind bekanntlich die hübschesten Männer diesseits und jenseits des Rio Grande. Es ist also nicht verwunderlich, dass es eine Herausforderung war sich beim aufwärmen durch die Massen an Ochenbrucker Spielerfrauen zu wühlen.
Eine weitere Hürde, die die Traumelf des Effau überwinden musste, war der weite Weg zur Toilette. Es ist wenig ratsam ins Ochenbrucker Moor zu urinieren, denn die dort lebenden Biber sollen sich schon in so manchen heraushängenden Stamm verbissen haben. Zwar hätten sie sich am Wendelsteiner Gehölz die Zähne ausgebissen, aber das muss ja nun wirklich nicht sein.

Vor dem Spiel einigte man sich darauf, dass der Schiedsrichter vom Heimteam gestellt wird. Dass dessen Entscheidungen einen eher gelben Farbton hatte war zu erwarten. Trotzdem verwarf man die anfängliche Überlegung den benachbarten schamlosen Biber zur Pfeife zu bitten.
Wie im Vorspiel fand das Spiel auf Kunstrasen statt.
Das Ochenbrucker Heimteam hatte sich ausgemalt das Tabellenschlusslicht zu überrennen, doch diese Rechnung ging nicht auf. Der FV machte viel Druck und konnte gerade im Mittelfeld den Ball behaupten. Als es ihnen auch noch gelang die Stürmer in Szene zu setzen witterten viele schon eine Sensation. Doch die Torschüsse konnten nicht zwischen den Pfosten untergebracht werden. Der TSV setzte auf Konter und musste wieder und wieder klein beigeben. Gerade die beiden Innenverteidiger Steven Djuritschek und Lukas Müller rammtelten alles um, wie zwei Büffel auf Koks. Trotz dieser erstklassige Leistung konnte die Heimelf in der 30. Minute ein Tor erzielen. Und da so ein Pech meistens im Doppelpack kommt stand es nach 38 Minuten 0:2.
Die Effauler fanden aber kurz vor der Pause nochmal in die Spur und attakieretn den TSV bereits in deren Strafraum. Mit Erfolg! In der 43. Minute konnte Steffen „Sniper“ Ermel einen Fehlpass abfangen und mit einem brutal gezielten Schuss in die Mitte des Tores auf 2:1 verkürzen.
Der Mann hatte Blut geleckt und wollte mehr, doch der (Un)parteiische pfiff vorsichtshalber zur Pause.

Den zweiten Durchgang musste Keeper Sebastian Schepl verletzt vom Spielfeldrand betrachten, ersetzt wurde er von Philipp „Die Krake“ Gussner.
Auch die restlichen Reservespieler durften ihr Können zeigen.
Die Heimmannschaft hatte offenbar nicht damit gerechnet, dass der Effau II so spielstark aus der Pause kommt. Die Wendelsteiner drängten permanent auf den Ausgleichtreffer, doch der entscheidende Pass gelang ihnen nicht.
Stattdessen mussten sie in der 64. Minute einen weiteren Gegentreffer wegstecken. Am Ersatzkeeper lag das sicher nicht, denn der machte eine sehr gute Figur!
Während der restlichen Spielzeit konnte man förmlich zusehen wie die Kräfte nachließen. Die Wendelsteiner Reservisten holten noch mal alles aus sich heraus, aber einen Angriff brachten sie nicht mehr erfolgreich zu Ende.
Mit dem Schlusspfiff war die 3:1 Niederlage besiegelt.  

So geht es weiter:
Sa., 23.11.2019  |  12:30 Uhr  |  FV Wendelstein II – FV Röthenbach b.A. II
Sa., 23.11.2019  |  14:30 Uhr  |  FV Wendelstein – FV Röthenbach b.A.